"Mut tut gut" – Kinder haben das Recht Nein zu sagen
September
2005: Kinder im Grundschulalter sind besonders gefährdet, Opfer
sexueller Gewalt zu werden. Etwa jedes vierte bis fünfte Mädchen
und jeder zwölfte bis vierzehnte Junge werden sexuell missbraucht.
Überwiegend kommen die Täter aus dem persönlichen Umfeld
der Kinder.
Der
Verein „Aufschrei gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Erwachsenen“
hat ein Präventionskonzept für Grundschulklassen entwickelt,
das in diesen Tagen von den beiden Erziehern Susanne Eisenbeiß und
Stefan Peter in den beiden vierten Klassen der Grundschule Leutesheim durchgeführt
wird. Finanziert wird das Projekt von der Volksbank Bühl/Kehl. Die
beiden erfahrenen Erzieher kommen an 3 Tagen für jeweils eine Doppelstunde
in die Schule, Die Kinder werden in getrennten Gruppen an das Thema herangeführt.
Mädchen und Jungen haben hierbei die Möglichkeit, unterschiedliche
Lernschritte zu machen.
In Übungen
und Rollenspielen werden die Themen „Gefühls- und Körperwahrnehmung“
Achtung und Behauptung der eigenen Körpergrenzen und Verhaltensweisen
in Grenzsituationen bearbeitet.
Die
Kinder üben verschieden Verhaltensstrategien, wie Nein-Sagen, Hilfe-Holen
und schlechte Geheimnisse-Weitersagen und bekommen Adressen von Ansprechpartnern
und Hilfseinrichtungen an die Hand. So haben sie die Chance. Übergriffe
schneller einzuschätzen und wenn möglich, zu beenden. Gleichzeitig
werden die Kinder in ihrer Wahrnehmung bestärkt, dass sexueller Missbrauch
nicht „normal“ ist und es keinen Zwang zur Geheimhaltung geben kann.
Für
weitere Fragen stehen die Mitarbeiter des Vereins „Aufschrei“ unter
den folgenden Telefon-Nummern 0781 / 31000 oder 07851 / 73000 gerne zur
Verfügung.